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Für wen sich ein Steuerberater lohnt

von Nicola Mütterthies am in Allgemein, Privatkunden2 Kommentare

Den meisten fällt das Ausfüllen der Einkommensteuererklärung schwer. Steuerberater übernehmen diese Arbeit gerne. Viele Steuerzahler hoffen auch, so mehr herauszuholen. Doch rechnen sich die Ausgaben für den Profi?

Regelmäßig im Frühjahr dreht es vielen Leuten den Magen um. Denn wer verpflichtet ist, eine Steuererklärung abzugeben, hat dazu üblicherweise nur bis zum 31. Mai Zeit. Danach drohen Säumniszuschläge oder die Schätzung der Besteuerungsgrundlagen durch das Finanzamt. Hilfe muss her, denn das deutsche Steuerrecht ist kompliziert.

Gebühren der Steuerberater sind nicht fix
„Das gebe ich alles meinem Steuerberater“ ist eine gängige Floskel, mit der jemand signalisieren möchte, dass er schlau ist – und sich professionelle Hilfe leisten kann. Tatsächlich wird ein Steuerberater bereits bei einem mittleren Einkommen schnell einige Hundert Euro für seine Dienste verlangen. Denn die Steuerberater-Vergütungsverordnung ist nach der Art der Tätigkeit und dem sogenannten Gegenstandswert (das ist der Wert, um den es in der Erklärung geht) gestaffelt. Sie nennt aber gleichzeitig auch minimale und maximale Gebühren und erlaubt Abstufungen dazwischen. Welchen Rechnungsbetrag der Steuerberater veranschlagt, hängt nicht zuletzt davon ab, wie hoch er seinen Aufwand in Ihrem Fall einschätzt. Sie können allerdings versuchen, eine Pauschale mit ihm zu vereinbaren. Weniger als die Mindestgebühr darf der Berater jedoch nicht verlangen.

Extras kosten Geld
Grundsätzlich gilt: Je vielgestaltiger die Lebensverhältnisse sind und je mehr Besonderheiten Arbeitnehmer, Beamte und Rentner beachten müssen, desto komplizierter wird die Steuererklärung. Aufwände entstehen insbesondere durch:

  • Ausländische Kapitaleinkünfte, z. B. aus Aktienfonds
  • Unterhaltsverpflichtungen
  • Riester- oder Rürup-Verträge
  • Immobilienbesitz
  • Zwei Wohnsitze

Tipp: Sie können Ihre Steuerberatungskosten senken, indem Sie Belege möglichst vollständig sammeln. Übergeben Sie diese nicht durcheinander in einem Schuhkarton, sondern vorsortiert. Denn Nachfragen kosten den Berater Zeit. Und die wird er Ihnen vermutlich in Rechnung stellen.

Fazit: Erkundigen Sie sich nach den voraussichtlichen Kosten für Ihren Fall. Wenn die Steuererklärung für Sie ein Buch mit sieben Siegeln ist, werden Sie wohl in den sauren Apfel beißen und den Steuerberater bezahlen. Haben Sie zumindest ein Grundverständnis für steuerliche Fragen, kann vielleicht auch eine Steuersoftware zu einem befriedigenden und billigerem Ergebnis führen.

 

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2 Kommentare

  1. Amalia B sagt am 5. April 2017 um 11:08 Uhr

    Die Steuererklärung ist eine Last. Das stimmen wohl viele zu. Es ist angenehmer das ganze an jemand zu geben, der sich damit auskennt: Ein Steuerberater. Für mich ist es mir die Arbeitsersparnis wert.

    Antworten

  2. Jenny Eckhardt sagt am 6. Juli 2017 um 14:13 Uhr

    Gut zu wissen, ob ich einen Steuerberater benötige oder nicht. Da ich eine Einkommenssteuererklärung abgeben soll und ich im Endeffekt kaum Geld verdiene, wüsste ich nicht wie ich die Sache angehen soll. Gut, dass ich auf euren Artikel gestoßen bin .

    Antworten


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