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Pedelec oder E-Bike: Es gibt eine Menge Unterschiede!

von Denise Matthias am in Allgemein, Privatkunden2 Kommentare

Eigentlich sind Sie fit – und dann passiert Ihnen das: Bergauf überholt Sie, lächelnd, ein älterer Radfahrer. Wer weiß, vielleicht hatte er ein E-Bike oder ein Pedelec. Doch was sind eigentlich die Unterschiede zwischen den beiden elektrisch unterstützten Fahrrädern und welche Auswirkungen hat das im Alltag?

Pedelecs (Pedal Electric Cycle) unterstützen den Fahrer mit einem kleinen Elektromotor mit höchstens 250 Watt Leistung während des Tretens. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 25 km/h. Ein „echtes“ E-Bike könnten Sie dagegen fahren, ohne in die Pedale treten zu müssen. Eine Motorleistung von 500 Watt erlaubt eine Höchstgeschwindigkeit von flotten 45 km/h. Durch die unterschiedliche Leistungsstärke von Pedelec und E-Bikes ergibt sich allerdings eine andere rechtliche Einordnung.

Pedelecs gelten rechtlich als Fahrrad. Damit hat der Fahrer weder Führerschein- noch Kennzeichen- oder Helmpflicht. Auch bei der Haftpflichtversicherung ergeben sich keine Besonderheiten.

Fahrer eines klassischen E-Bikes mit einem bis zu 500 Watt starken Motor benötigen eine Mofa-Prüfbescheinigung. Er muss also mindestens 15 Jahre alt sein. Dadurch, dass E-Bikes als Kleinkrafträder gelten, ist ein Versicherungskennzeichen Pflicht. Zusätzlich raten wir Ihnen, zu Ihrer eigenen Sicherheit einen Helm zu tragen. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geht, im Gegensatz zu einigen Institutionen der EU, auch von einer Helmpflicht aus.

Noch ein paar Unterschiede:

  • E-Bikes dürfen nur auf Radwegen fahren, wenn diese mit dem Zusatzschild „Mofas frei“ versehen sind.
  • Landschaftswege sind für sie ebenfalls tabu, sofern sie für Motorkrafträder verboten sind.
  • Einbahnstraßen, die in der Gegenrichtung für Fahrradfahrer freigegeben sind, dürfen von E-Bikes nur in der regulären Fahrtrichtung genutzt werden.

Eines haben die beiden elektrisch unterstützten Fahrräder aber gemein: Der Transport von Kindern in Anhängern ist nicht erlaubt. Das ist nur Fahrrädern vorbehalten.

Unser Rat, ganz gleich ob Sie ein normales Rad, ein Pedelec oder ein E-Bike fahren: Ohne Privat-Haftpflichtversicherung sollten Sie das Haus nicht verlassen. Wenn Sie darüber hinaus eine Absicherung benötigen, wie eine Mofa- oder eine Rechtsschutzversicherung, wenden Sie sich an Ihren Sparkassen-Berater.

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2 Kommentare

  1. Martin sagt am 20. April 2016 um 17:52 Uhr

    Sehr gut zusammengefasst! :) Ich habe mir vor längerer Zeit auch ein Pedelec zugelegt. Nun sind Berge zum Glück kein Problem mehr. Leider kosten diese doch noch recht viel und ich bin am überlegen, ob ich nicht eine Versicherung abschließen soll :)

    Antworten

  2. Valentina sagt am 22. November 2017 um 16:13 Uhr

    Toller Beitrag, finde ich gut, dass Sie so ein Blog haben! Ja so ein Pedelec ist nicht günstig. Aber wenn man die Kosten langfristig runterrechnet, dann lohnt sich die Investition. Gruß

    Antworten


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