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Teilen statt Besitzen ist in Mode

Mit dem Auto kam das Teilen von Sachen ins Rollen. Inzwischen werden weitere Alltagsgegenstände und selbst Wohnungen geteilt. Doch was gilt, wenn etwas nicht funktioniert oder kaputtgeht?

Bisher ging man zu seinem Nachbarn, um dessen Rasenmäher auszuleihen – wenn man sich gut mit ihm verstand. Als Gegenleistung gab es dann vielleicht eine Einladung zum Grillen im eigenen Garten. So etwas wird es sicher auch weiterhin geben. Hinzugekommen sind jedoch spezielle Internetplattformen. Mit ihnen kann man leicht herausfinden, wer wo etwas zur Leihe oder Miete anbietet. Die Wirtschaftsform des Teilens, auf Englisch Share Economy, hat dadurch neuen Schwung bekommen.

Gute Gründe für das Teilen

  • Sie sparen Geld für Anschaffungen, die Sie nur selten nutzen
  • Damit schonen Sie die Umwelt
  • Sie können Sachen testen, bevor Sie sie kaufen
  • Sie sparen Platz in Haus oder Wohnung
  • Teilen kann ein gesellschaftliches Ereignis sein

Leihe oder Miete: rechtlich große Unterschiede

Wenn ein anderer Ihnen seine Bohrmaschine kostenlos überlässt, handelt es sich rechtlich um eine Leihe. Er tut dies im Vertrauen, dass er das Gerät unversehrt zurückerhält. Geht während Ihrer Nutzung doch etwas kaputt, sind Sie in der Pflicht. Wichtig zu wissen: Die meisten Privathaftpflichtversicherungen schließen Leihe aus. Rechnen Sie also nicht damit, dass sie einen von Ihnen verursachten Schaden übernimmt.

Wenn der Geber Geld für seine Dienste nimmt, handelt es sich um ein Mietverhältnis. Er muss dann dafür sorgen, dass sein Produkt funktioniert. Andernfalls müssen Sie keine oder weniger Miete zahlen. Er haftet, falls durch einen Defekt ein Schaden bei Ihnen entsteht. Für Schäden an der Leihsache müssen Sie grundsätzlich selbst aufkommen. Ausgenommen sind Autos mit einer Kaskoversicherung.

Das Finanzamt leiht nicht – es nimmt

Für den Vermieter gelten noch zwei wichtige Dinge. Er muss seine Mieteinnahmen beim Finanzamt angeben. Außerdem sollte er sich an die rechtlichen Regeln halten. So ist das in Großstädten so beliebte Vermieten als Ferienwohnung mancherorts von einer Erlaubnis abhängig. Handelt es sich um eine Mietwohnung, hat der Vermieter ein Mitspracherecht.

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Kommentare


susilü schreibt am 14.07.2017 um 15:04 Uhr:

Wichtig ist aber bei allem Teilen auch, dass man gut kommunizieren kann sonst kommt es zu Streit und der wiegt mir persönlich schwerer im Magen als der Wert des geteilten Gegenstandes. Insbesondere bei größeren Sachen, wie zu Beispiel gerade das Auto, sollte man schon vorher absprechen unter welchen Umständen, wer welche Kosten trägt. Vor allem falls der Schaden nicht von der Kaskoabwicklung gedeckt ist.