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In kleinen Schritten vorsorgen

von Denise Matthias am in Allgemein, Junge Leute, PrivatkundenKommentieren

Wer wenig Geld verdient, kann nicht fürs Alter vorsorgen? Stimmt nicht – mit der richtigen Strategie wird aus geringen Beiträgen eine gute Zusatzrente.

In vielen Haushalten reicht das Geld kaum für die diversen Ausgaben des Alltags – geschweige denn, um größere Summen zu sparen. Da gerät die Altersvorsorge schnell in den Hintergrund. Doch wer darauf verzichtet, riskiert, dass er später im Ruhestand Abstriche machen muss. Es gibt aber Vorsorgeformen, die sich speziell für Geringverdiener lohnen.

So gehen Sie vor:

  • Reserven identifizieren: Versuchen Sie zunächst, durch kleine Einsparungen im Alltag Ihr Sparpotenzial zu erhöhen. Ein Haushaltsbuch kann dabei helfen.
  • Früh anfangen: Trotz der aktuellen Niedrigzinsphase sammelt sich in einem Sparplan über mehrere Jahrzehnte dank Zinseszins eine ordentliche Summe an.
  • Förderungen nutzen: Es gibt Sparformen, bei denen Sie zusätzlich zu den eigenen Beiträgen Zuschüsse erhalten. So springt am Ende mehr heraus.

Gefördert vorsorgen

Bei der Riester-Rente greift der Staat Vorsorgesparern unter die Arme: Es gibt 154 Euro Zulage pro Jahr, wenn Sie einen bestimmten Mindestbetrag einzahlen. Da dieser vom Verdienst abhängt, müssen Menschen mit geringem Einkommen auch weniger einzahlen, um die volle Zulage zu bekommen. Wer Kinder hat, profitiert besonders, denn pro Kind gibt es noch einmal bis zu 300 Euro jährliche Zulage.

Angestellte haben ein Recht auf eine betriebliche Altersvorsorge (bAV), in die sie einen Teil ihres Bruttogehalts einzahlen können. Das spart Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge. Manche Arbeitgeber beteiligen sich außerdem mit einem Zuschuss oder übernehmen die Zahlungen komplett.

Viele Betriebe zahlen ihren Mitarbeitern vermögenswirksame Leistungen von bis zu 40 Euro im Monat. Diese können zum Beispiel in einen Bausparvertrag oder einen Fondssparplan fließen. Unterhalb bestimmter Einkommensgrenzen (für Singles: 20.000 Euro im Jahr) gibt es dafür eine staatliche Arbeitnehmersparzulage sowie für Bausparer die Wohnungsbauprämie.

In jedem Fall sicher

Übrigens: Ihr Kapital in Riester- und bAV-Verträgen ist (bis zum jeweiligen Einzahlungs-Höchstbetrag) besonders geschützt: Sollten Sie einmal Arbeitslosengeld II beantragen, müssen Sie dieses Vermögen nicht aufbrauchen, bevor Sie staatliche Leistungen erhalten. Darüber hinaus gibt es für Vorsorgevermögen, an das Sie vor dem 62. (bei Altverträgen: 60.) Lebensjahr nicht herankommen – also etwa Lebens- oder Rentenversicherungen –, einen besonderen Freibetrag im Fall von Hartz-IV-Bezug, der immerhin 750 Euro pro Lebensjahr beträgt.

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