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Fünf Tipps fürs Ehrenamt

eingestellt von Denise Schwarz am 13. Juni 2018

 

Sportverein, Gewerkschaft, Feuerwehr: In vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens kannst du dich engagieren. Vielleicht reizt dich diese Aufgabe, weil du sie sinnvoll und wichtig findest, vielleicht auch, weil du neben der Ausbildung weitere Kompetenzen erwerben möchtest. Aber bevor du dich für ein Ehrenamt entscheidest, solltest du dich schlaumachen.

Die Gesellschaft braucht dich: Senioren vorlesen, Kinder aus bildungsfernen Familien bei Bewerbungen unterstützen, Gewerkschaftsarbeit – es gibt viele Möglichkeiten, sich einzubringen. Da dieses Engagement freiwillig ist und man in der Regel kein Geld für seine Arbeit bekommt, spricht man vom Ehrenamt.

Allerdings: Der Zeitaufwand, den du betreiben musst, um dich ehrenamtlich zu engagieren, kann sehr hoch sein. Darum solltest du dir gut überlegen, ob das Ehrenamt zu deiner beruflichen Situation passt. Das gilt besonders, wenn Prüfungen an der Hochschule anstehen oder du dich im ersten Job zurechtfinden musst. Für manche Aufgaben gehen deine Wochenenden drauf, das kann deine Beziehung belasten. Wäge darum genau ab, worauf du dich einlässt. Denn wer ein Ehrenamt beginnt, wird eine große Lücke hinterlassen, wenn er nach kurzer Zeit wieder damit aufhört. Worauf es ankommt:

5 Tipps rund ums Ehrenamt

  1. Zeit: Wie viel Zeit kannst du erübrigen? Suche dir ein Ehrenamt, das in deinen Zeitrahmen passt. Lerne, Nein zu sagen, wenn das Ehrenamt beginnt, dich aufzufressen.
  2. Spaßfaktor: Das Ehrenamt muss dir liegen. Wenn du nicht mit Kindern arbeiten möchtest, solltest du kein Ehrenamt in einem Sportverein annehmen. Es gibt viele Möglichkeiten, sich gesellschaftlich zu engagieren. Frag sonst einfach mal bei der Stadtverwaltung nach, wo Leute gesucht werden.
  3. Karrierefördernd: Optimal ist, wenn das Ehrenamt nicht nur Spaß macht, sondern dich auch noch beruflich voranbringt – zum Beispiel, weil du bei deiner Tätigkeit etwas für deinen Job lernst oder weil du dort auf ein Netzwerk triffst, das dir beruflich hilfreich sein kann.
  4. Versicherung: Wenn du dich ehrenamtlich engagierst, solltest du auch versichert sein. In der Regel bist du das über deinen Verein oder die Organisation, in der du dich einbringst. Besser ist es aber, wenn du das einmal im Vorfeld abklärst und dich erkundigst, was passiert, wenn du mit dem Vereinswagen einen Gartenzaun umfährst, wenn ein Kind sich unter deiner Obhut beim Turnen das Bein bricht oder du selbst in dieser Zeit einen Unfall hast.
  5. Ehrenamtskarte: In vielen Städten und Gemeinden gibt es eine sogenannte Ehrenamtskarte. Damit bekommt, wer sich ehrenamtlich engagiert, zum Beispiel Preisnachlässe im Museum. Eine solche Karte muss allerdings beantragt werden. Informiere dich, ob du für deine Tätigkeit eine solche Karte bekommen kannst.

 

Ehrenamt übers Internet

Du willst dich lieber von zu Hause aus und über den Computer für eine bessere Welt einsetzen? Auch das ist möglich: Wikipedia beispielsweise braucht immer Autoren. Oder du suchst nach rollstuhlgerechten Orten in deinem Umfeld und trägst sie in die sogenannte Wheelmap ein. In diese Onlinekarte werden Orte aufgenommen, die auch mit dem Rollstuhl zugänglich sind. Damit hilfst du Mitmenschen mit Mobilitätseinschränkungen.

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