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Ausbildungsende – und jetzt?

Ausbildungsende – und jetzt?

In meinem letzten Artikel habe ich berichtet, wie man möglichst erfolgreich einen Ausbildungsplatz ergattert. Jetzt plötzlich thematisiere ich den Punkt Ausbildungsende – „ein ganz schön großer Sprung“, wird sich so manch einer denken.

Die Idee für diesen Artikel entstand durch die Tatsache, dass unser Senior-Azubi Jahrgang Mitte Januar seine IHK-Abschlussprüfung absolviert hat. Ich habe mich daraufhin mit einigen der frisch gebackenen Bankkaufleute ausgetauscht, um mir ein Bild davon zu machen, welche Wege gegangen werden.

Die Resonanzen waren ganz unterschiedlich. Von: „ich will die Sparkasse verlassen, da ich etwas anderes machen möchte“ über: „ich bleibe vorerst hier, möchte mich aber nicht festlegen“ bis hin zu: „Ich brenne mit Leib und Seele für das rote S und möchte mich hier auch dauerhaft etablieren“ war alles dabei. Ein einheitliches Bild ergab sich nicht.

Es ist nicht unüblich, dass man sich bereits zu Beginn oder vor seiner Ausbildung einen Plan schmiedet, wie es nach dieser Etappe mal weitergehen soll.
Bei anderen hingegen ergeben sich solche Überlegungen erst während der Ausbildung oder kurz vor Ende.

Beide Ansätze haben natürlich ihre Vorteile. Allerdings gibt es keine Patentlösung dafür, wann der beste Zeitpunkt für eine solche Planung ist.

Bei mir war’s eher straight

Auch ich habe mir für den Fall der Fälle bereits schon vor meiner Ausbildung bei der KaSpa Pläne geschmiedet, wie es für mich weitergehen könnte. Das lag daran, dass ich als „alter Hase“ (ja, man kann auch noch mit 25 Jahren guten Gewissens eine Ausbildung beginnen 😉 ) schon einiges an Lebenserfahrung gesammelt habe. Meine Stärken und Schwächen habe ich schon während meiner früheren beruflichen Tätigkeit und meines Studiums ergründet. Von daher war ich mir recht sicher, dass der Beruf des Bankkaufmanns gut zu mir passen würde.

Neben der Prämisse, dass ich mich in der Branche wohlfühlen sollte, war es natürlich unabdinglich, dass ich die Ausbildung auch (gut) meistere. Da ich das für die wahrscheinlichste Zukunftsaussicht hielt, habe ich mir schon früh mögliche Wege in der Sparkasse zurechtkonstruiert.

Während meiner Ausbildung bin ich zu großen Teilen im Kontakt mit Kund*innen. Da mir dieser kommunikativ – menschliche Aspekt schon von Anfang an lag, besteht mein Plan darin, mich möglichst schnell in diesem Segment nach der Ausbildung zu etablieren.

Das wird von der Sparkasse nach der Ausbildung durch das Angebot des Aufbaustudiengangs „Sparkassenfachwirt*in“ gefördert, welcher obligatorisch ist, um einmal als Berater arbeiten zu können. Man erwirbt so über die Dauer eines Jahres über den Sparkassen- und Giroverband eine Qualifikation, welche einen Weg für die weitere Karriere in der Sparkasse ebnet.
Allerdings nützt Euch der*die Sparkassenfachwirt*in außerhalb der Sparkasse recht wenig, da dieser Abschluss von vielen anderen Banken nicht angesehen wird, weil er sparkassenspezifisch ist. Es gibt aber die Möglichkeit, nach Bestehen des*der Sparkassenfachwirts*in den*die Bankfachwirt*in zusätzlich zu absolvieren, möchte man sich Möglichkeiten in anderen Kreditinstituten offen halten.

Strebt Ihr an, in dieser Richtung noch einen weiteren Schritt zu beschreiten, ist der*die Sparkassenbetriebswirt*in eine Überlegung wert. Der sogenannte Fachstudiengang ist natürlich zeitintensiver, befähigt Euch aber dazu, innerhalb der Sparkasse Führungsaufgaben zu übernehmen.

Allerdings bietet die Sparkasse auch die Möglichkeit, eine Stabsstelle zu besetzen, also in einer internen Abteilung zu arbeiten. Die Nachfrage hier ist allerdings geringer als im Vertrieb. Ich habe während meiner Ausbildung bisher unterschiedliche Interna kennen gelernt. Dabei lässt sich kein einheitliches Bild wiedergeben, bis auf die Tatsache, dass man zu Kunden (unmittelbar) keinen Kontakt hat. Neben den Beratungscentern besteht die Sparkasse aus einer breit gefächerten Palette an internen Abteilungen, mit welchen ich auch schon während der Ausbildung in Berührung kam. Die Personalabteilung, die Organisation, oder das Rechnungswesen sind nur einige wenige Beispiele. Die Abteilung Kommunikation beispielsweise kümmert sich mitunter um den Auftritt der Kasseler Sparkasse in den sozialen Medien (und organisiert diesen spitzen Blog 😉 ).

Diese Stellen sind außerdem dadurch gekennzeichnet, dass sie zumeist (recht spezielles) Fachwissen erfordern, welches nicht unbedingt nach der Ausbildung vorhanden ist.

Ich selbst könnte mir vorstellen, irgendwann in gewissen internen Abteilungen zu arbeiten. Allerdings halte ich es für sinnvoll, zuerst einige Erfahrungen im Kundengeschäft zu sammeln. Das macht die Sparkasse schließlich aus und die Kenntnisse, die dort erlangt werden, helfen in jedem Zweig der Sparkasse weiter.

Meine Wünsche habe ich recht früh in der Sparkasse artikuliert. So wurde mir an die Hand gelegt, welche Schritte ich gehen muss, um meine Ziele einmal zu erreichen.

Tipp: Ich habe die Sparkasse immer als Arbeitgeberin wahr genommen, die fähige, motivierte Leute fördert. Wenn das in Eurem Ausbildungsbetrieb auch der Fall ist und Ihr weiterkommen möchtet, solltet Ihr das auch klar und deutlich kommunizieren! 😉

Easy going … warum nicht etwas lockerer?

Alternativ kannst Du das Ganze auch ein bisschen flexibler angehen.

Gerade als frischer Schulabgänger hat man (bis auf die erforderlichen Schulpraktika) im Zweifel noch keine wirkliche Berufserfahrung gesammelt. Schwierig also, direkt zu entscheiden, ob man potentiell sein Leben lang in einer Bank arbeiten möchte. Super ist es, dass man so absolut unbefangen an die Ausbildung rangeht. Man ist vorurteilsfrei und erfährt im Laufe der Zeit (einige schneller als andere), inwieweit das Berufsbild zu einem passt, lernt Stärken und Schwächen seiner Persönlichkeit kennen und baut seine Kompetenzen (Soft Skills) aus.

Und selbst wenn daraus resultiert, sich nochmal umzuorientieren – eine andere Ausbildung oder ein anderes Studium zu beginnen – ist das alles andere als verwerflich. Denn eine abgeschlossene Berufsausbildung ist keine vergeudete Zeit. Sollte man nochmal einen anderen Weg einschlagen, werden einem die Erfahrungen in vielerlei Situationen hilfreich sein. Auch die Tatsache, eine abgeschlossene Ausbildung vorzuweisen, lässt den Lebenslauf natürlich gut aussehen.

Deswegen kann ich Euch in dem Bestreben, eine Ausbildung zu beginnen, stets bestärken. Selbst wenn Ihr am Grübeln seid, ein Leben lang in einer Branche zu arbeiten, sollte das kein Hinderungsgrund für eine Ausbildung sein. Ihr habt durch Euren Abschluss eine solide Grundlage in Eurem Leben geschaffen und Erfahrungen gewonnen, die Euch niemand mehr nehmen kann. Der Wunsch, sich im Nachhinein beruflich nochmal zu verändern ist legitim und in unserer Generation absolut normal.

Auch im Bereich Ausbildung/Beruf ist das Leben voller bunter Möglichkeiten… also macht was draus! 😉

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